IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS); vorerst online via Zoom, Link wird mit den Einladungen verschickt!
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm

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Leibniz

Das „Handbuch zur Geschichte Südosteuropas“ ist ein 2010 angelaufenes und langfristig angelegtes Projekt. Es entsteht ein wissenschaftliches Kompendium, das sich an den Bedürfnissen sowohl der historischen Forschung als auch der universitären Lehre ausrichtet und zudem ein nicht in der Südosteuropaforschung verankertes Publikum ansprechen will. Auch möchte das Handbuch auf der Basis eines gebündelten Überblicks über den Forschungsstand informieren, Forschungslücken benennen und teilweise füllen sowie Impulse für zukünftige Forschungen geben. Dabei liegt ein besonderes inhaltliches Anliegen dieses gesellschaftsgeschichtlich angelegten Handbuches darin, die vielfältigen historischen und kulturellen Verflechtungen Südosteuropas mit anderen Teilen Europas, der Mittelmeerwelt und dem Nahen Osten darzulegen.

Insgesamt sind sieben Bände zu den Themenblöcken „Herrschaft und Politik“ (Bände 1/2), „Sprache und Kultur“ (Bände 3/4), „Wirtschaft und Gesellschaft“ (Bände 5/6) im Entstehen. Die Themen sind jeweils chronologisch in „Vormoderne“ und „Moderne“ gegliedert, wobei das Handbuch über diese Begrifflichkeiten reflektieren wird. Durch die Verwendung dieser groben, aber problembezogenen Periodisierung soll auch zum Ausdruck gebracht werden, dass die in Mittel- und Westeuropa üblichen Periodisierungsschemata die Besonderheiten der historischen Entwicklung Südosteuropas ungenügend berücksichtigen. Die „Vormoderne“ lassen wir damit mit der römischen Kaiserzeit beginnen, was ein Novum in der Südosteuropaforschung darstellt. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten des diachronen Imperienvergleichs sowie der Diskussion des Weiterwirkens antiker Erbschaften. Die konzeptionellen Grundlagen des Handbuches beruhen dabei auf einem interdisziplinären Zugang und einem primär themen- und problemorientierten Zugriff; es geht um die Klärung von Fragen, nicht um die chronologische Aneinanderreihung von Ereignissen.
Aufgrund dieser Anlage wird das Handbuch eine Sonderstellung in der wissenschaftlichen Literatur zum südöstlichen Europa einnehmen, auf dem deutschsprachigen Buchmarkt wie auch darüber hinaus.
Für den Erfolg dieses Handbuchprojektes ist das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) auf eine möglichst breite Verankerung in der Forschungslandschaft angewiesen, ohne die ein solches Projekt nicht zu realisieren ist. So konnten als Mitherausgeber der einzelnen Bände folgende Wissenschaftler gewonnen werden: Marie-Janine Calic (LMU München), Hannes Grandits (HU Berlin), Markus Koller (RU Bochum), Fritz Mitthof (Universität Wien), Walter Puchner (Universität Athen), Klaus Roth (LMU München), Peter Schreiner (Universität zu Köln), Christian Voß (HU Berlin) und Ioannis Zelepos (LMU München). Die Autorinnen und Autoren rekrutieren sich aus den führenden Südosteuropawissenschaftlern im In- und Ausland.

Verantwortliche Gesamtherausgeber sind: Ulf Brunnbauer, und Konrad Clewing, zugleich Mitherausgeber (beide vom IOS); sowie Oliver Jens Schmitt (Universität Wien), zugleich (Mit)Herausgeber von der ersten beiden Bände.
Die Redaktion und Koordination hat Edvin Pezo inne.
Kontakt: pezo(at)ios-regensburg.de

Bislang veröffentlicht:

Handbuch zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 1: Herrschaft und Politik in Südosteuropa von der römischen Antike bis 1300. Hgg.: Fritz Mitthof/Peter Schreiner/Oliver J. Schmitt. Berlin, Boston: De Gruyter Oldenbourg, 2019. XLIV, 1121 Seiten. ISBN 978-3-11-063966-7.

Parallel zum gedruckten Werk bietet das IOS der Leserin/dem Leser das Online-Handbuch zur Geschichte Südosteuropas mit zahlreichen vorab veröffentlichten Texten und umfangreichem Kartenmaterial an.


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